Das Schweizer Volk will eine starke SRG

Medienmitteilung vom Sonntag, 8. März 2026, 12.30 Uhr

Die Allianz Pro Medienvielfalt ist sehr erfreut über das unmissverständliche Nein zur Halbierungsinitiative. Das Resultat ist angesichts des monatelangen Trommelfeuers gegen den öffentlichen Rundfunk umso bemerkenswerter.

Zum zweiten Mal nach dem Nein zur No-Billag-Initiative im Jahr 2018 geht das öffentliche Medienhaus SRG gestärkt aus einer Abstimmungsschlacht hervor. Es ist offensichtlich: Das Schweizer Volk will eine starke, unabhängige SRG. In einer Demokratie sollten solche Entscheidungen respektiert werden.

Die SRG steckt mitten im Transformationsprozess zu einem digitalen Medienhaus. Gleichzeitig hat der Bundesrat entschieden, dass ihr Budget massiv reduziert wird. Die Gebühren sinken bis 2029 erneut, künftig müssen vier von fünf Firmen überhaupt nichts mehr bezahlen. Ein deutlich kleineres Budget führt zu einem eingeschränkten Angebot und erschwert zugleich die Transformation.

Der Bundesrat ist aufgefordert, die Probleme des Medienplatzes Schweiz endlich zu erkennen, die SRG mit der neuen Konzession nicht noch mehr zu schwächen und sie vor politischen Druckversuchen zu schützen. Das öffentliche Medienhaus muss am Radio, im Fernsehen, vor allem aber auch online vielfältige Programme anbieten können – sonst wird es mittelfristig überflüssig.

Nach diesem überzeugenden Vertrauensbeweis durch das Stimmvolk soll die SRG selbstbewusster, aber auch mutiger werden. Zugleich soll sie sich gegenüber konstruktiver Kritik offener und demütiger zeigen. Ihre Arbeit muss sie weiterhin an der Relevanz der Themen orientieren. Trotz reduziertem Angebot darf die inhaltliche Qualität nicht leiden.

Die Allianz Pro Medienvielfalt hat volle vier Jahre auf dieses Nein hingearbeitet. Das Engagement breiter Kreise und zahlloser Einzelpersonen aus der Zivilgesellschaft war enorm. Sie haben Flyer verteilt, Leserbriefe geschrieben, Überzeugungsarbeit im persönlichen Umfeld geleistet, eine Serie mit hochwertigen Erklärvideos produziert, Geld gespendet und Instagram-Posts verbreitet.

An der eigenständigen Kampagne der Allianz Pro Medienvielfalt wirkten Prominente und unterschiedlichste Organisationen Seite an Seite mit – von Schlagersängerin Melanie Oesch bis zum Schweizerischen Gehörlosenbund, von Travail.Suisse bis zur Radsportlegende Fabian Cancellara.

Hintergrund: 
Die Allianz Pro Medienvielfalt wurde Anfang 2022 lanciert und ist ein zivilgesellschaftlicher Akteur. Zu ihr zählen rund 8000 Einzelpersonen, 35 Organisationen und ein 40-köpfiges Co-Präsidium.

Kontakt:
Mark Balsiger, Geschäftsführer Allianz Pro Medienvielfalt
079 696 97 02
mark.balsiger@border-crossing.ch